Kammerspiel

Enigma

von Éric-Emmanuel Schmitt

Ein Mann nähert sich einem einsamen Haus auf einer noch einsameren norwegischen Insel und wird von zwei auf ihn gerichteten Schüssen überrascht. Damit hat Erik Larsen, ein Lokaljournalist, dem der berühmte Nobelpreisträger Abel Znorko als einzigem seiner Zunft ein Interview gewähren will, nicht gerechnet.

Der mit Preisen überhäufte, arrogant-überhebliche Literat hat sich vor dem Medienrummel in sein Landhaus zurückgezogen. Das Interview dreht sich um Znorkos preisgekrönten Briefroman und kommt immer wieder auf die scheinbar erfundene Figur der Liebhaberin zurück. Ist sie tatsächlich erfunden – oder doch eine Frau aus Fleisch und Blut? Um die Lösung dieses Rätsels beginnt ein hartnäckiges Ringen zweier Gesprächspartner, die sich als immer ebenbürtiger erweisen – und es endet auf verblüffende Weise.

In der Inszenierung des Theater Buffo, in Zusammenarbeit mit dem Theater Vorpommern, fechten Thomas Fedrowitz und Moritz Röhl mit viel Witz diesen verbalen Schlagabtausch um Liebe und Sexualität, Alltagsangst und eine rätselhafte Frau aus. Premiere war 2021 in Putbus.

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